Pferdeklinik Großostheim

Allgemeine Vertragsbedingungen und Aufklärung

Die Praxis verpflichtet sich, Behandlungen und Eingriffe nach den Regeln der tierärztlichen Kunst durchzuführen. Die Praxis orientiert sich dabei an international akzeptierten Standards. Krankenblätter, Untersuchungsbefunde, Röntgenaufnahmen und Aufzeichnungen sind Eigentum der Pferdeklinik. Der Auftraggeber hat keinen Anspruch auf Herausgabe der Originalunterlagen. Der Unterzeichner übernimmt die Kosten der Behandlung ins Besondere bei Notfällen auch wenn der Auftrag durch Dritte erteilt wurde. Für abgestellte Hänger übernimmt die Klinik keine Haftung. Für durch Unglücksfälle, Infektionen oder durch leicht fahrlässiges Verhalten der Praxis oder deren Personal entstehende Schäden oder Verluste von Tieren haftet die Praxis nicht.  Der Auftraggeber stellt die Praxis von Ansprüchen Dritter frei. 

Untugenden, Besonderheiten sowie Unverträglichkeiten und chronische Krankheiten des Pferdes sind bei der Einlieferung anzuzeigen.  Für das Pferd muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen worden sein.  Der Auftraggeber erklärt, dass sein Pferd nicht zur Gewinnung von Lebensmitteln dient. 

Aufklärung über Risiken bei Untersuchungen und Behandlungen

Auf Grund einer zunehmenden Aufklärungsverplichtung klären wir Sie vorsorglich über eine Auswahl von Risiken auf. Die Liste der Risiken kann nicht vollständig sein. Sofern Sie Fragen zu Risiken, Medikamenten und Verfahren haben, richten Sie diese bitte an uns. Die Klinik kann für das erfolgreiche Gelingen einer Behandlung oder  eines Eingriffes in keinem Fall Haftung übernehmen. Bei den von uns vorgeschlagenen und durchgeführten Maßnahmen sind wir der Überzeugung, dass Nutzen und Notwendigkeit in einem angemessenen Verhältnis zu Risiken und Nebenwirkungen steht.

Bei jeder Anwendung von Medikamenten oder medizinischen Verfahren muss mit Nebenwirkungen gerechnet werden. Nebenwirkungen können sich als allgemeine Unverträglichkeiten, örtliche Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen äußern.  Im Extremfall können Nebenwirkungen zu erheblichen Schäden oder zum Tod führen. Die Praxis behält sich hinsichtlich Risiken bei der  Medikamentenwahl und der Art der Medikamentenverabreichung vor, frei zu entscheiden, ins Besondere intravenöse Verabreichungen durchzuführen, auch wenn es risikoärmere Verabreichungswege gibt. Intravenöse Injektionen und Infusionen können auch bei sachgerechter Durchführung zu Schäden der Venen, Gefäßverschlüssen und Abszessen führen.

Bei der Gabe von Antibiotika ist die Gefahr einer Resistenzbildung sowie die Entwicklung einer unheilbaren Darmentzündung mit Todesfolge nicht auszuschließen.

Im Zuge von Lahmheitsuntersuchungen eingesetzte örtliche Betäubungsmittel können lokale Reaktionen mit Schwellungen hervorrufen. Bei Lahmheitsuntersuchungen kann es zu Knochenbrüchen kommen, ins Besondere nach Anästhesien. Bei Gelenks- und Sehnenscheideninjektionen, inklusive Betäubungen von Gelenken und Sehnenscheiden, ist eine Infektion der betreffenden Strukturen mit der Folge irreparabler Schäden nicht vollständig ausschließbar.

Bei der Sedierung eines Pferdes besteht unter Anderem das Risiko von Verletzungen durch vorübergehenden Koordinationsmangel, die Möglichkeit einer Penislähmung, von Kreislaufproblemen, Schlundverstopfung und Kolik. Nach Sedierung haben Pferde so lange zu fasten, bis sie wieder vollständig erwacht sind, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Die Gabe von Kortisonpräparaten vermindert die Immunabwehr, kann die Infektionsgefahr erhöhen und bei entsprechend sensiblen Pferden Hufrehe auslösen.

Während Zahnbehandlungen können situationsbedingt unter Anderem Schäden an Zähnen oder Strukturen im Maul bzw. am Kopf entstehen.

Bei einer rektalen Untersuchunge kann es zu Verletzungen des Darmes mit Todesfolge kommen.

Das Einführen der Nasenschlundsonde kann zu Blutungen führen.

In Ausnahmefällen ist die Praxis berechtigt unbedingt erforderliche Behandlungen oder im Extremfall eine notwendige Tötung des Pferdes auch ohne ausdrückliche Genehmigung des Auftraggebers/Eigentümers durchzuführen. Stirbt das Tier in der Klinik, so wird der Tierkörper nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz auf Kosten des Tierbesitzers entsorgt. Speziellen Risiken bei Operationen werden Ihnen, falls nötig, auf einem gesonderten Blatt erklärt.

 

Aufklärung über Risiken bei Röntgenuntersuchungen

Die Röntgenuntersuchung wird in unserer Praxis entsprechend der Röntgenverordnung nach strengen wissenschaftlichen Regeln durchgeführt. Die Röntgenanlage wird regelmäßig von Fachpersonal kontrolliert. Bei der Untersuchung wird die Röntgenstrahlung direkt auf die zu untersuchende Region des Tieres ausgerichtet. Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass eine kleine Strahlenmenge im Untersuchungsraum nachweisbar ist und zu einer Exposition („Mitbestrahlung“) der anwesenden Personen führt. Verschiedene Maßnahmen wie das Anlegen von Strahlenschutzkleidung und die Position beim Festhalten des Tieres zielen darauf ab, die Strahlenbelastung so niedrig wie möglich zu halten. Das Untersuchungspersonal wird Sie vor der Röntgenuntersuchung entsprechend einweisen. Folgen Sie unbedingt den Hinweisen des Tierarztes und des Personals! Trotz der oben genannten Maßnahmen dürfen Sie wegen der besonderen Schutzbedürftigkeiten den Röntgenraum nicht betreten, wenn Sie schwanger oder minderjährig sind.

 

Bezahlung und Abholung von Patienten

Die Bezahlung der in Auftrag gegebenen Leistungen und Medikamenten sowie Futter-, Pflege- und sonstige Auslagen, nach der Gebührenordnung der Klinik, erfolgt bei ambulanten Patienten am Tag der Erbringung der Leistung, bei stationären Patienten bei Abholung per EC-Karte oder in Bar.

Leistungen des Hufbeschlagschmiedes oder anderer Fremddienstleister werden direkt vom Leistungserbringer in Rechnung gestellt und sind nicht in etwaigen Kostenvoranschlägen berücksichtigt.

Bei längerem Klinikaufenthalt oder aufwendigen Behandlungen können Vorab- oder Zwischenrechnungen gestellt werden.

Die Klinik ist nicht zur Prüfung der Legitimation des Abholers verpflichtet.

Datenschutz

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Rechtsfolgen beim Eintritt der Risiken

Sollten sich die vorgenannten Risiken realisieren und kein grob fahrlässiger Behandlungsfehler der Klinik vorliegen so sind sämtliche Ansprüche auf Schadensersatz auch im Hinblick auf etwaige Folgeschäden ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf Nachbesserung, Wiederholung eines Eingriff und/oder Minderung des Honorars. Gerichtsstand für beide Teile ist Aschaffenburg.

Sollten einzelne Passagen keine rechtliche Grundlage haben berührt dies nicht den restlichen Inhalt.

 

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